#klimafasten - Woche 6: Anders unterwegs sein

Woche 6: Mobilität

Unsere Städte sind vollgestopft mit Autos. Für sichere Fahrradwege dagegen bleibt kaum Platz. Es ist gefährlich, sich in diesem Getümmel auf zwei Rädern fortzubewegen. Vor allem im ländlichen Raum ist die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel für viele Menschen – durch schlechte Verbindungen und lange Wartezeiten – unflexibel.

Im Verkehrssektor werden 20 Prozent aller Treibhausgase ausgestoßen und bislang ist hier kein Rückgang erkennbar. Hinzu kommt in vielen Städten eine zu hohe Luftbelastung von Feinstaub mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden.

Der größte Teil aller gefahrenen Wege wird mit dem Auto zurückgelegt. Es ist zu beachten, dass es zwischen dem ländlichen und städtischen Raum große Unterschiede gibt. Bei der Planung einer Verkehrswende wird der ländliche Raum oft außer Acht gelassen. Dennoch muss auch hier die Verkehrswende eingeleitet werden, aber hier sind ganz andere Faktoren zu beachten als in den Städten.

Seit Jahren geht der Trend hin zu schwereren Pkws (z. B. SUV). Dies hat zur Folge, dass der Spritverbrauch und die Emissionen, trotz neuer Technologien, nicht sinken. Obwohl immer mehr Automodelle mit neuen Antriebstechnologien auf dem Markt gebracht werden, dominiert weiterhin der Verkauf von Verbrennungsmotoren. 

Um die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen (dieses Ziel wurde 2015 durch das Pariser Klimaabkommen von 195 Staaten weltweit unterzeichnet) braucht es eine rasche Verkehrswende.

Bislang hat bei der Stadtplanung das Auto die oberste Priorität. Das muss sich ändern. Das Verkehrsnetz muss nachhaltig umgebaut werden. In den Städten muss mehr Platz für sichere Fahrradwege geschaffen werden. Ebenfalls braucht es Platz für Fußgänger*innen. Im ländlichen Raum muss der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut und mit den Städten verknüpft werden. Auch hier ist ein gutes Fahrradwegenetz nötig, das die Ortschaften verbindet. Außerdem sollten Carsharing-Angebote ausgebaut werden.

Der Dieselskandal 2015 hat gezeigt, dass die Autohersteller*innen mehr Transparenz schaffen müssen. Aktuell gibt es wieder „Schön-Rechnungen“: Nach den EU-Klimazielen für 2020, darf ein Neuwagen nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das konnten die Hersteller*innen nur durch Schlupflöcher, Rechentricks und intensive Lobbyarbeit erreichen. Nach Rechnungen von Greenpeace gibt es keine Veränderungen zu dem CO2-Ausstoß der Neuwagen von 2008. Der Wert liegt ungefähr bei 153 Gramm CO2 pro Kilometer.

Autoherstellung muss auf erneuerbare Technologien umgestellt werden: Dazu sollten die Autos kleiner, leichter und effizienter gebaut werden.

Quellen:

Greenpeace: https://www.greenpeace.de/kampagnen/verkehrswende

Greenpeace Studie zu den schöngerechneten Zahlen: https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/mobilitaet/schoen-gerechnet

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