Eltern-Kind-Gruppenarbeit

Eltern-Kind-Gruppenarbeit im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes Baden-Württemberg (WBG)

Voraussetzungen der Anerkennung

• Die Trägerschaft der Eltern-Kind-Gruppenarbeit hat die veranstaltende Kirchengemeinde

• Bei Kooperation, z. B. mit der kath. Kirchengemeinde, einer Familien-Bildungsstätte oder anderen Partnern, kann die Trägerschaft nur bei einem Partner liegen.

• Finanzierungs-, Personal- und Versicherungsfragen werden vom Träger verantwortet, der Kirchengemeinderat entscheidet, welche finanziellen Zuschüsse er für die Eltern-Kind-Gruppenarbeit zur Verfügung stellt.

• Eltern-Kind-Gruppen können nur dann Teil der öffentlichen Erwachsenen- und Familienbildung nach dem WBG sein, wenn sie

- öffentlich ausgeschrieben und damit für alle Interessent/innen zugänglich sind;

- wenn sie eine kontinuierliche Teilnehmerzahl von mind. 8 – 10 Teilnehmer/innen (ohne Kinder) nachweisen. Bei 5 - 9 Teilnehmenden kann eine Anerkennung möglich sein, wenn bestimmte Sonderkriterien erfüllt sind.

- Wenn sie ein inhaltlich-pädagogisches Programm verfolgen und nachweisen.

• Eine angemessene, sozialverträgliche Kostenbeteiligung der Teilnehmer/innen und die Führung einer Teilnehmerliste sind üblich und notwendig.

Zuschussmittel und Versicherungsschutz

Veranstaltungen, die in den Räumen der Kirchengemeinden stattfinden, unterliegen dem Versicherungsschutz der Evang. Gemeindeversicherung.

Bei Erfüllung der Kriterien nach dem WBG (siehe oben) rechnet die Kirchengemeinde die Eltern-Kind-Gruppenarbeit über das Evang. Kreisbildungswerk als förderungsfähige Veranstaltung ab.

Pro Gruppentreffen (1 ½ bis 2 Std.) können bis zu 2 UE = Unterrichtseinheiten anerkannt werden (eine UE = 45 Min. bei mind. 10 Teilnehmer/innen, bei Eltern-Kind-Gruppen mind. 8 erwachsene Teilnehmer/innen).

Gruppenleitung

Zur Gruppenleitung qualifiziert sind insbesondere Elternteile, Frauen und Männer mit einer  pädagogischen Vorbildung. Viele Frauen aus pädagogischen Berufen engagieren sich in der erwerbsfreien Familienphase in unserer Mutter-Kind-Gruppenarbeit. Leitungsaufgaben übernehmen aber auch Eltern mit und ohne pädagogische Vorbildung. Sie sind bereit, ihr ehrenamtliches, freiwilliges Engagement im kollegialen Austausch, im Leitungsteam und in der Fortbildung fachlich zu erweitern und zu vertiefen. Das Kreisbildungswerk bietet zur Qualifikation der ehrenamtlichen Gruppenleiter/innen in Kooperation mit dem Frauenwerk und der Familienbildungsarbeit mehrere Fortbildungsangebote an. Begleitung der Gruppenleiter/in durch die Pfarrer/in oder eine/n andere/n Beauftragte/n der Kirchengemeinde sollte zur Verantwortung evangelischer Eltern-Kind-Gruppenarbeit gehören.