Bildungs- und Freizeitprogramm

45 Jahre ETL


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Liebe Leserin, lieber Leser – liebe Freundinnen und Freunde der Bildungs- und Freizeitangebote der ETL,

45 Jahre – das ist irgendwie dazwischen: Kein rundes Jubiläum wie 40 oder 50. Aber es ist doch eine Zäsur. Dazwischen – das ist oft ein offener Bereich, manchmal unbestimmt, manchmal umkämpft. Wo ist wie viel Platz im politischen Spektrum zwischen rechts und links?

Wo ist der Ort für Christinnen und Christen heute, zwischen dem Ursprung christlichen Glaubens und den Aufträgen, die Jesus denen gegeben hat, die ihm folgen wollen, den Fragen des Lebens heute und einer offenen Zukunft, für die wir von Gott etwas erwarten?

Christliches Handeln war lange Zeit von Aufgaben geprägt; persönlich, kirchlich und diakonisch. Dann setzten Überlegungen ein, was zielführend sei und wie Ziele smart beschrieben werden können; spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sollten sie daherkommen. Aber wem reichen solche

Ziele? Ich brauche neben Aufgaben und handlich-praktischen Zielen noch anderes – Grundlagen, die mich wirklich tragen, gute Wurzeln; Richtungen auf Ziele hin, die ich vielleicht nie erreiche; die fern scheinen wie Visionen. Sie leiten mich wie ein Stern in der Nacht: Es ist nicht entscheidend, ob ich zu ihm gelange. Es reicht völlig, dass er mir eine Richtung weist und mir hilft mich

zu orientieren.

Vor mehr als 45 Jahren hat die Satzung der ETL eine ähnliche Spannung so in Worte gefasst: Die ETL soll die Fragen des Alltagslebens aufnehmen und sie ins Licht des Evangeliums von Jesus Christus stellen. Dieser Auftrag lässt immer wieder neu fragen, was die wichtigen Fragen sind und wie wir sie im Licht des christlichen Glaubens klären können.

Vielleicht ist es also ganz gut, dass wir kein rundes Jubiläum haben, sondern dazwischen stehen – vorläufig, aber doch gerade so wach und aufmerksam, mitten im Leben, mitten im Fragen. Und auch mitten im Glauben, gerade da, wo wir zwischen Gestern und Morgen eine gute Haltung suchen.

Wir freuen uns, wenn Sie im Juli mit uns feiern – und wenn Sie sich an Klärungen beteiligen, wo zwischen Altem und Neuem, Fragen und Antworten ein guter Weg, eine gute Haltung zu finden ist. Die Angebote in diesem Heft laden dazu ein.

Auf ein Wiedersehen – und inzwischen herzliche Grüße

Pfr. Albrecht Fischer-Braun, Theologischer Leiter

Halbjahresprogramm 2016-1

Das aktuelle Halbjahresprogramm zum Herunterladen/Lesen

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Fest verwurzelt - dem Himmel nah

„Hier oben zu sein, tut einfach gut“, so erzählen Gäste in der ETL immer wieder. Über dem Tal, manchmal über dem Nebel, dem Himmel nah sein: Das hilft aufzuatmen, sich aufzurichten – auch innerlich. Es tut auch anderen gut mitzuerleben, wie Menschen aufatmen, geradezu befreit wirken. Schön ist es, wenn Menschen bereit sind das mit anderen zu teilen.

Das ist besonders wertvoll in einer Zeit, in der Ängste stärker werden und Gastfreundschaft, Fremdenfreundlichkeit und Interesse an anderen schwächen. Deshalb lautet eine wichtige Frage: Wo stehen wir? Was sind die Wurzeln, die uns tragen?

Unsere biblische Tradition ist durchgehend geprägt von Erfahrungen des Fremdseins, beginnend schon mit der Vertreibung aus dem paradiesischen Garten Eden. Abraham, Mose, Maria – diese Namen sind mit Orten verbunden, die nicht Heimat waren. Menschen unterwegs haben in ihrem Glauben eine tiefe Stärkung erfahren: Die Wurzeln reichen tiefer als nur bis in das eigene Elternhaus und den Ort, in dem ich aufgewachsen bin. „Ich war fremd“, hören wir von Jesus. Zugleich erfahren wir, wie er in diesem Fremdsein Menschen nahe gekommen ist, wie er selbst Gott nahegebracht hat.

Wir kommen aus Gott, haben unsere Wurzeln darin, dass Gott uns als Gegenüber will. Deshalb sind wir auch dem Himmel nah, nicht nur hier oben in der Tagungsstätte, sondern in unserem ganzen Leben.

Den tragenden Grund wieder zu entdecken und die Freiheit, in der wir leben können: Dazu laden wir Sie in vielen Angeboten ein. Wir freuen uns, wenn Sie hier und da das auch hier bei uns erleben, wie Sie fest verwurzelt und dem Himmel nah leben können.

Wir laden Sie herzlich ein!

Pfr. Albrecht Fischer-Braun, Theologischer Leiter

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